Unser Projekt 2020: Das 4. Internationale Schach960-Festival, kann leider nicht stattfinden !

Absage des Schach960-Festivals

Liebe Schach960-Freunde!

wie ihr sicher selbst in den letzten Wochen in den Medien verfolgt habt, erfolgt die Lockerung der Maßnahmen, die gegen die unkontrollierte Verbreitung des Coronavirus getroffen wurden, von Seiten der Bundes- und der Länderregierungen sehr zögerlich. Vorrangig wird die Wirtschaft berücksichtigt, von Lockerungen im Bereich Freizeit / Soziales / Versammlungen wird bislang kaum gesprochen. Da es nur noch knapp 4 Wochen bis zum ursprünglich geplanten Turnierbeginn sind, hat sich die Stiftung nun zur Absage des Schach960-Festivals 2020 entschlossen.

Diese Entscheidung ist notwendig, aber auch vernünftig, und sie wird für Euch, liebe Schachfreunde, auch nicht unerwartet kommen, denn es sind ja sogar am zeitlich ferneren Horizont noch keinerlei Zeichen von Präsenzturnieraktivitäten zu erkennen.

Das Turnier wird ersatzlos gestrichen; das nächste Schach960-Festival wird erst 2021 stattfinden.

Vorenthalten möchte ich Euch aber nicht, was ich zu Beginn des Turniers zu sagen gehabt hätte.
Ziel der Schach960-Stiftung ist ja nicht nur die Förderung von Schach960, sondern Vermittlung von Bildung – für Jung und Alt im ganzheitlichen Sinn. Unter diesem Aspekt erscheint ein Blick auf die aktuellen Ereignisse geradezu notwendig.

Wie ich schon am 14. März geschrieben habe, braucht jede Krankheit bestimmte Bedingungen, unter denen sie entsteht. Keiner, auch kein Laie, wird dies bestreiten können, wenn er sich eingehender mit diesem Thema befasst und dafür z. B. in die Vergangenheit schaut. Die großen Krankheitsplagen der letzten Jahrhunderte, z. B. Tuberkulose, Pest, Cholera, Typhus, Gonorrhoe, Syphilis u. ä. waren, wie wir heute wissen, allesamt auf schlechte Lebens- und Wohnverhältnisse oder Fehlverhalten der Menschen zurückzuführen. Und die dominierenden Krankheiten der letzten 100 Jahre, gemeint sind da z. B. Herz- und Kreislaufkrankheiten, Diabetes, Arthrosen, Gicht u. ä., hat man sogar unter dem Begriff zusammengefasst, der durch die Epoche geprägt wurde, in der sie entstanden sind, nämlich Wohlstandskrankheiten: sobald der Wohlstand auch im Körper angekommen war (z. B. in Form von Übergewicht), dauerte es nicht mehr lang, und es entstanden Krankheiten.

Warum sind in jüngster Zeit aber neben Krebs- auch Viruskrankheiten so gewaltig auf dem Vormarsch? HIV, SARS, MERS, Ebola, Zika, und jetzt Corona (SARS-CoV-19): alles sind Viruserkrankungen, die in immer schnellerer Folge in Epidemien oder jetzt als Pandemie die Menschheit heimsuchen. Warum ist das so?

Wenn wir die Zeit betrachten, in der wir leben, so müssen wir feststellen, dass es schon nicht mehr die reine Wohlstandsgesellschaft ist, in der wir leben. Der Wohlstand ist mittlerweile zum Überschuss und Überfluss geworden: reiner Wohlstand reicht offenbar nicht mehr aus, um zufrieden zu sein; gerne darf es auch etwas mehr sein als nur Wohlstand. Schließlich könnten auch wieder einmal schlechtere Zeiten kommen…
So weit, so gut. Von zentraler Bedeutung ist aber, wofür die erwirtschafteten Überschüsse verwendet werden. Würden sie für wohltätige Zwecke ausgegeben, z. B. um ärmeren Ländern zu Wohlstand zu verhelfen, die Belastung der Umwelt zu reduzieren o. ä., so wäre die Überschussgesellschaft überhaupt nicht zu tadeln.
So ist es aber nicht. Überschüsse dienen in unserer Gesellschaft hauptsächlich dazu, Reichtum in Unternehmen und privat weiter anzuhäufen oder investiert zu werden, um dann sogar zu noch größerem Reichtum zu kommen (Gier). Auf diese Art auch andere Unternehmen aufzukaufen und zu vernichten: sogar das ist möglich.
Das ist der Geist unserer Gesellschaft, der Geist, der die Welt dominiert.
Um diese Ziele zu erreichen scheinen alle Mittel, fernab von Menschlichkeit und Moral, recht zu sein. Offenbar ist es sogar legitim, Menschen quasi unter Zwang zu stellen, arbeiten zu lassen für Überfluss und Überschuss – und das zu schlechtesten Arbeitsbedingungen und niedrigsten Löhnen.
Zu Wohlstand und Überschuss kommt hier also eindeutig noch eine bösartige Komponente. Diese Bösartigkeit sieht man nicht nur in den asiatischen Niedriglohnländern. Auch hierzulande sind Bösartigkeit und Gier weit verbreitete Eigenschaften unserer Gesellschaft. Ich denke da z. B. an die Pharmaindustrie, die neue Medikamente mit fraglichem Mehrnutzen zu horrenden Preisen im Vergleich zu den bisherigen Medikamenten auf den Markt bringt – strategisch bestens eingefädelt durch Lobbyistenarbeit und Studien, die nicht von unabhängigen Instituten erbracht werden, sondern von der Pharmaindustrie selbst bezahlt sind. Ärzten ist es praktisch unmöglich, objektiv erhobene Informationen über neue Medikamente zu bekommen, weil die Veröffentlichung vieler Berichte in Zeitschriften, auf Fortbildungen oder anderen Medien von der Pharmaindustrie beeinflusst ist oder die Autoren von der Industrie Zuschüsse erhalten.
Auch im nichtmedizinischen Bereich lassen sich viele weitere Beispiele finden. Den Dieselskandal der Autoindustrie kann man nicht anders beschreiben als bewusste bösartige Täuschung vieler Menschen. Und sicher kann ein jeder von Euch noch viele andere Beispiele für bösartiges Handeln in unserer Zeit angeben.

Unsere Zeit ist also nicht nur geprägt von Wohlstand, sondern mittlerweile auch von Überfluss und Bösartigkeit. Dazu kommt noch die unglaubliche Geschwindigkeit, mit der Neues geschaffen werden soll, unabhängig von der Notwendigkeit des neuen Produktes. Ein weiteres Merkmal unserer Zeit ist auch die schnelle Verbreitung von Informationen, Produkten und Leistungen über den ganzen Erdball (Globalisierung).
Und wenn man all dem noch eine Temperaturqualität zuordnen müsste, dann würde wohl jeder sagen: das ist eine Atmosphäre der Kälte, die da vorherrscht.

Begeben wir uns nun auf die zelluläre Ebene und schauen uns einmal an, wie ein Virus aufgebaut ist und was es im Körper auslöst:
Im Grunde ist ein Virus nicht viel mehr als ein Stück DNA, umgeben von einer Hülle, die dem Virus die Form gibt. Ein Virus hat – im Gegensatz zu Bakterien – keinen eigenen Stoffwechsel; es ist für seine Vermehrung auf Zellen angewiesen, in denen es sich vermehren kann. Wie es dem Virus gelingt, in seine Wirtszelle einzudringen, ist bislang noch nicht vollständig erforscht. Die Beobachtung, dass in Erkältungszeiten keineswegs ein jeder tatsächlich auch am Virus erkrankt, legt nahe, dass ein Virus vielen Leuten überhaupt nichts anhaben kann.
Sobald es dem Virus aber doch gelungen ist, in die Zelle einzudringen, passiert Unheimliches: das Virus findet in der Zelle zielsicher die „Schaltzentrale“, das „Gehirn“ der Zelle: den Zellkern. Es dringt in den Zellkern ein und baut an einer Schlüsselstelle seine eigene DNA in die DNA des Zellkerns ein. Ab diesem Moment kann die Zelle nicht mehr anders, als nur noch Viren zu produzieren. Die Zelle wird – ob sie will oder nicht – zur Virenmassenproduktionsfabrik. Es entstehen Hunderte oder Tausende neuer Viren, bis schließlich die Zelle „platzt“ und die Viren freigibt. Die neuen Viren infizieren weitere Zellen in der Umgebung oder werden vom Blutkreislauf in andere Organe transportiert, wo sie erneut Zellen infizieren und sich weiter vermehren. Dieses böse Treiben geht solange, bis das Immunsystem (die Polizei unseres Körpers) Eiweißmoleküle produziert hat, die die Viren „verhaften“ und unschädlich machen können.

Die Strategie des Virus ist es also, den zunächst gesunden Organismus zu zwingen, massenhaft neue Viren für weitere bösartige Zwecke zu produzieren, um letztlich den gesamten Organismus zu schädigen oder sogar zu zerstören. Und während ihr dies liest, merkt ihr vielleicht schon: ich spreche gar nicht mehr vom Virus allein, sondern ebenso vom Geist unserer Zeit.
Wohlstand, Überschuss, Bösartigkeit, Tempo, Globalisierung: das ist nicht nur unsere Zeit, das ist auch das Virus. Es lebt in unserem Körper nach exakt dem gleichen Geist, nach dem wir Menschen derzeit auf der Erde leben. Deshalb sind Viruserkrankungen die Krankheiten, die uns gerade heimsuchen – sie sind ein Spiegelbild unseres Denkens und Handelns. Und selbst die Temperaturqualität ist gleich, denn Viruserkrankungen entstehen in der Regel in der kalten Jahreszeit.
(Bei Krebserkrankungen ist es im Übrigen das Gleiche: Überschussproduktion, diesmal von körpereigenen Zellen, kombiniert mit Bösartigkeit und Metastasierung (entspricht Globalisierung)).

Virus- und Krebserkrankungen sind also in unserer Zeit so gewaltig auf dem Vormarsch, weil einzig und allein unsere Lebensart diese Krankheiten hervorruft. Ein Wissenschaftler wird diese Erkenntnis vielleicht als „unbewiesenen Unsinn“, „nicht evidenzbasiert“ oder ähnlich verurteilen, aber auch die Wissenschaft bleibt die Antwort schuldig, warum gerade Viruserkrankungen uns immer öfter heimsuchen.
Auch als vor 150 Jahren die Menschen in Europa zu immer mehr Wohlstand kamen, konnte sich kaum jemand vorstellen, dass die dadurch ermöglichte neue Lebensweise, insbesondere gesunde und reichhaltige Ernährung sowie ein bewegungsärmerer Alltag, Krankheiten hervorbringen würde, die schon einige Jahrzehnte später zur häufigsten Todesursache der westlichen Welt werden würden…

Übrigens entstand sogar schon die erste große Virus-Pandemie, die berüchtigte Spanische Grippe, die von 1918 – 1920 weltweit 50 Mio. Todesopfer forderte, auf dem Boden von Gier und Bösartigkeit. Damals und in den Jahrzehnten davor war der gesamte afrikanische Kontinent von den Kolonialmächten besetzt und rücksichtslos ausgeraubt worden und die afrikanischen Völker der Knechtschaft und Folter unterworfen worden, und das alles, um die Gier der Europäer nach Rohstoffen (Kautschuk) und Luxusgütern (Elfenbein) zu befriedigen.

Welche Schlussfolgerungen sollten wir aus diesen Erkenntnissen für uns und unsere unmittelbare Zukunft ziehen?

Es mag sein, dass die aktuelle Pandemie nur durch Entwicklung eines Impfstoffs beruhigt werden kann. Langfristig ist es aber – zumindest beim derzeitigen Wissensstand – problematisch, immer wieder auf Impfungen zu hoffen, denn Impfstoffe gegen Viren können nicht im Voraus entwickelt werden. Das nächste Virus steht womöglich schon in den Startlöchern und ob die Infektiosität des Virus und die Letalität der resultierenden Erkrankung höher oder niedriger als beim SARS-CoV-19-Virus ist, kann heute noch gar nicht vorhergesehen werden.

Wir sollten daher die Ursachen, die – wie erwähnt – in unserer Lebensweise liegen, beheben und vermeiden. Anderenfalls riskieren wir tatsächlich, dass in wenigen Jahrzehnten schon Viruserkrankungen (und Krebserkrankungen) zur häufigsten Todesursache werden.
Bösartigkeit und unter Zwangsbedingungen, für den Luxus entstehende Güter und Leistungen müssen verschwinden oder verboten werden.
Um nur einige aktuelle Themen anzusprechen: Brauchen wir das selbstfahrende Auto wirklich? Und vor allem schon in wenigen Jahren? Wollen wir dafür ein 5G-Netz, das höchstwahrscheinlich zu erheblich mehr Krebserkrankungen führt (v. a. Hautkrebs, noch dazu eine der sehr schwer zu behandelnden Krebsarten)?
Ist das nicht ein unglaublicher Luxus – vor dem Hintergrund, dass z. B. mehr als 2 Milliarden Menschen auf der Erde keinen Zugang zu sauberem und durchgängig verfügbaren Trinkwasser haben?
Und: Sind 5G-Netz (oder auch eine mögliche Impfpflicht!) nicht auch schon wieder Zwangsmaßnahmen, denen wir alle unterworfen werden, gegen die wir uns gar nicht mehr schützen können?

Die Bösartigkeit muss verschwinden! Stattdessen muss Warmherzigkeit in unser Leben gebracht werden! Liebe und Fürsorge darf nicht einfach nur belohnt und gelobt werden, sondern muss zum Ziel unser aller Handelns und der Politik aller Länder werden. „Warme“ Berufe (z. B. Berufe des sozialen Sektors, Berufe des Bildungswesens, künstlerisch-kreative Tätigkeiten, Entwicklungsarbeit u. ä.) müssen gefördert werden und ein höheres Ansehen bekommen.

Jeder von uns kann und sollte in diesem Sinne einen Beitrag leisten, sei es dadurch, dass man Stiftungen, Schulen oder Institutionen unterstützt, die dieses Gedankengut pflegen und an die nächsten Generationen weitergeben, sei es dadurch, dass man selbst aktiv wird und Warmherzigkeit lebt oder natürlich dadurch, dass man viele Mitmenschen mit diesen Erkenntnissen „infiziert“  – damit die Chance, die uns die neue Zeit, in die die Welt durch die Corona-Pandemie eingetreten ist, bietet, nicht verpasst wird.


Liebe Schachfreunde, gerade weil uns das Schachspiel mit Eigenschaften wie vorausschauendem Handeln und der Fähigkeit für die ganzheitliche Beurteilung von komplizierten Sachverhalten ausgestattet hat, entsteht für uns auch so etwas wie eine Pflicht, diese Fähigkeiten anzubieten, wenn sich das Leben in eine falsche Richtung bewegt. Das schätzen unsere Kinder und Schüler an uns auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden.

Zu guter Letzt möchte ich hinweisen und klarstellen, dass ich mit meinen Gedanken und Ausführungen keiner der derzeit um die Corona-Pandemie kursierenden Verschwörungstheorien folgen möchte, keine finanziellen Interessen verfolge und meine Ausführungen auch weder religiös noch in irgendeine Richtung politisch motiviert sind.

Ulrich Zenker

Ausschreibung

Termin:
Freitag, 5. Juni 2020 bis Sonntag, 7. Juni 2020

Spielort:
Haus des Sports, Böcklerstr. 1, 10969 Berlin
(Vereinsheim des SC Kreuzberg)
Verpflegung (Imbiss, Snacks u. Ä.) vor Ort möglich

Turniermodus:
Einzelspielerturnier nach Schach960/Chess960-Regeln
9 Runden; Buchholzwertung bei Punktgleichheit
Auslosung mit Swiss-Chess und DWZ als Hauptkriterium

Bedenkzeit:
25 min + 30 sec/Zug pro Spieler und Partie
(ergibt eine erwartete Spieldauer von 60 bis 120 min pro Partie)

Zeitplan:
05.06.2020:
bis 16.15 Uhr: Eintreffen der Spieler, persönliche Anmeldung
16.30 Uhr: Eröffnungsveranstaltung
ca. 17.00 Uhr: Beginn 1. Runde
ca. 19.15 Uhr: Beginn 2. Runde

06.06.2020:
9.00 Uhr: Beginn 3. Runde
11.15 Uhr: Beginn 4. Runde
15.00 Uhr: Beginn 5. Runde
17.15 Uhr: Beginn 6. Runde

07.06.2020:
9.00 Uhr: Beginn 7. Runde
11.15 Uhr: Beginn 8. Runde
13.30 Uhr: Beginn 9. Runde
ca. 15.45 Uhr: Siegerehrung

Startgeld:
40 €; 25 € für Jugendliche
(Spieler, die der Deutschen Schach960-Stiftung zwischen November 2019 und 24.05.2020 eine Spende von mindestens 35 € (Jugendliche 20 €) überwiesen haben, sind startgeldfrei)
Einzahlung auf das Konto der Deutsche Schach960-Stiftung:
Kontoverbindung: Deutsche Schach960-Stiftung,
IBAN: DE52 7015 0000 1004 7770 31, BIC: SSKMDEMMXXX)

Preisgeld:
Der Preisfond von 10000 € wird wie folgt verteilt:
1. Platz: 2000 €
2. Platz: 1500 €
3. Platz: 1000 €
4. Platz: 800 €
5. Platz: 600 €
6. Platz: 500 €
7. Platz: 400 €
8. Platz: 300 €
9. Platz: 200 €
10. – 15. Platz: je 100 €

Kategoriepreise:
Damen: 1./2./3. 150 € /100 € / 50 €
Senioren (bis Jg. 1960): 1./2./3. 150 € /100 € / 50 €
Jugend (ab Jg. 2001): 1./2./3. 150 € /100 € / 50 €
DWZ 2000-2199: 1./2./3. 150 € /100 € / 50 €
DWZ 1800-1999 1./2./3. 150 € /100 € / 50 €
DWZ 1600-1799 1./2./3. 150 € /100 € / 50 €
DWZ 1400-1599 1./2./3. 150 € /100 € / 50 €
(Ausschüttung nur an Spieler mit gültiger DWZ und bei
mindestens 5 Teilnehmern jeder Kategorie)
Keine Vergabe von Mehrfachpreisen. Im Zweifelsfall erhält der Spieler den höher dotierten Preis; bei gleicher Preishöhe gilt die Vergabereihenfolge Damen – Senioren – Jugendliche – DWZ-Kategorie – Turnierplatzierung.

Sonstiges:
Es besteht keine Mitschreibepflicht. Ein irregulärer Zug wird mit Zeitstrafe belegt, nicht mit Partieverlust.

Die Mitnahme von ausgeschalteten, lautlosen Handys und anderen elektronischen Geräten zum Turnierort ist gestattet; erst die Aktivität eines solchen Gerätes führt zur Ahndung.

Während des Turniers werden Videoaufnahmen erstellt. Mit der Teilnahme am Turnier erklärt jeder Spieler sein Einverständnis zur Veröffentlichung evtl. persönlicher Fotos oder Filmaufnahmen.

Informationen zu Schach960, insbesondere Rochaderegeln u. v. m auf der Homepage
http://www.youtube.com/channel/UCQt3mHwlorgjTyjMeAj910w

Anmeldung:
Unter dem Menüpunkt „Anmeldung“ oder bei Ulrich Zenker, (Tel. 08092 / 85 12 00; info@praxis-zenker.de) oder Arpad Botos, (Tel. Nr. 0152 / 3185 2315; botosarpad@gmail.com) Voranmeldung erbeten; Teilnehmerliste jederzeit abrufbar über die Homepage der Deutsche Schach960-Stiftung

Sponsoren des Schach960-Festivals:

Anmeldung

Teilnehmerliste

VornameNachnameVereinDWZ / ELOStartgeld / Spende eingegangen
DavidNavaraSV Mühlheim Nord2706ja
Erikvan den DoelSG Porz2586
MaximTurov2567ja
VitalyKuninFreibauer Mörlenbach-Birkenau2532ja
AndreyDevyatkin2477
FelixLevinSV Lingen 12468
IljaSchneiderLister Turm Hannover2462
StefanFrübingSK König Tegel2385
MikhailZaitsevBochumer SV 022364
VlastimilHortOberhausener SV 18872348
UlrichZenkerSU Ebersberg2138ja
MichaelSchulzZitadelle Spandau2098
GeorgSchweigerSU Ebersberg1999ja
ThomasFrübingSF Friedrichshagen1997
MatthiasKribbenZitadelle Spandau1950ja
JürgenKleinertSV 23 Böckingen1854
SonjaMahlerSF Berlin1398
AlexanderTurov1129ja

Latest News

24.11.2019: Die Ausschreibung für 2020 steht und ist auf der Homepage einsehbar !
25.11.2019: schneller geht’s kaum: schon hat sich der erste Großmeister angemeldet !
15.12.2019: Die Ausschreibung wird in den wichtigsten deutschsprachigen Schachmagazinen veröffentlicht.

26.02.2020 Mit David Navara hat sich erstmals ein Großmeister mit ELO über 2700 für das Turnier angemeldet ! Der beste Schachspieler Tschechiens kreuzt regelmäßig mit allen Weltklassespielern die Klingen und ist nicht nur wegen seines ideenreichen Spiel bei jedem Turnierveranstalter ein gern gesehener Gast. Er wird sicher auch in Berlin viele Akzente setzen !

14.03.2020 Betr.: Corona-Virus

Liebe Schach960-Freunde !

Ich bin mir sehr sicher, dass das Schach960-Festival stattfinden wird und nicht abgesagt werden muss. Die Panik, ja fast schon Endzeitstimmung, die derzeit in Deutschland gemacht wird, wird sicher bald wieder abflauen. Gestern wurde von der bayerischen Regierung die Schließung aller Schulen bis 19. April angeordnet – eine Maßnahme, die weit über das vernünftige Maß des Notwendigen hinausgeht. Weder waren bisher Hauptübertragungswege des Virus die Schulen, noch ist verständlich, warum gleich über einen Zeitraum von über einem Monat diese Maßnahme gelten soll. Infolge dieser Entscheidung haben, einer Kettenreaktion ähnlich, viele Leiter aller denkbaren Veranstaltungen ähnlich reagiert, z. B. auch der Bayerische Schachbund, der die Mannschaftskämpfe vieler Ligen abgesagt hat. Anstatt Besonnenheit macht sich Kopflosigkeit breit, getriggert durch Angst und begleitet vom fehlenden Mut, sich dem Herdentrieb entgegen zu stellen – es gilt das Motto: nur ja keine Verantwortung für seine Entscheidung übernehmen müssen…

Zu einer objektiven Betrachtung scheint derzeit kaum ein Entscheidungsträger in der Lage zu sein. Die Erkrankung, die durch das Virus ausgelöst wird, ist ein gewöhnlicher Atemwegsinfekt, der nur in sehr wenigen Fällen zu ernsthaften und lebensbedrohlichen Zuständen führt. In ähnlicher Form werden jeden Winter Hunderttausende in Deutschland von einem viralen Infekt befallen und es sterben jedes Jahr auch Tausende an nachfolgenden Komplikationen wie einer Lungenentzündung – das ist normal und niemand gerät darüber in Panik. Auch junge Leute sind manchmal die Opfer, z. B. einer tödlichen Herzrhythmusstörung, wenn jemand nach einem Infekt zu früh wieder mit dem Sport beginnt.

Wie Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel gestern sagte, ist die Corona-Pandemie eine Krise, die unsere Herzen auf die Probe stellt.  Und wie wir alle wissen, brauchen wir Wärme, um einen Infekt zu heilen oder nach Möglichkeit  gar nicht erst ausbrechen zu lassen – Wärme in jedweder Form, nicht nur Wärme von außen. Herzenswärme ist auch eine Medizin, mit der wir jetzt schon gegen die Infektion vorgehen können. In wenigen Wochen wird dann die warme Jahreszeit von selbst dazu führen, dass die Infektionszahlen nicht mehr ansteigen und kaum noch jemand ernsthaft krank werden wird. Dann wird das Leben wieder seinen normalen Lauf nehmen können und für fast alle von uns wird sich das Ganze rückblickend wohl wie ein merkwürdiger Spuk, den wir da in unseren Köpfen hatten, darstellen.
Ich bin also sehr zuversichtlich, dass das Turnier im Juni wie geplant stattfinden wird.

Was mir aber sehr am Herzen liegt, darüber hinaus zu sagen, ist folgendes:

Jede Krankheit braucht ihrer Dynamik nach Bedingungen, unter denen sie entsteht. Unsere Welt ist derzeit geprägt von einem krankhaften Streben nach Macht und Geld, einer Gier, wie es sie in früheren Epochen noch nicht gegeben hat. Globalisierung, Ertragsoptimierung der Unternehmen, Beschleunigung der Arbeitsprozesse und ähnliches führen zu einem Wettbewerb, in dem dem Menschen als Mensch vielerorts keine Beachtung mehr geschenkt wird und er nur noch als für den Arbeitsmarkt ausgebildeter Leistungserbringer missbraucht wird. Es ist kein Zufall, dass das Coronavirus gerade in China seinen Ursprung hat, wo bekannter Maßen diese Problematik sehr ausgeprägt ist. Und vergessen wir nicht die vielen unbekannten Chinesen, die in Norditalien (!) in der Textilindustrie zwangsweise arbeiten, nur damit die dort produzierte Kleidung das Etikett „made in Italy“ bekommen darf. Das Virus ist so gesehen also eine Mahnung an die Leistungsgesellschaft, den Mensch in seiner Ganzheit wieder zu würdigen.

Und die Angst vor dem Ungewissen, vor dem, was noch kommen könnte, treibt jetzt die Krankheit über den ganzen Erdball und führt zu einer weltweiten Massenhysterie, die vielen Politikern und vielen von uns derzeit den objektiven Blick auf die Tatschen verschließt.

Angst und Gier – das sind bekannter Maßen auch die beiden Hauptfeinde eines Schachspielers – wie es z. B. Stefan Kindermann  auf seiner DVD „Der Königsplan zum Turniererfolg“ instruktiv erläutert. Und gerade weil wir Schachspieler die Angst und die Gier wohl besser beherrschen können als andere, wird uns das Virus nicht krank machen.

Und: Es wird sich keiner während des Turniers auch nur anstecken, denn der Boden, auf dem das Schach960-Festival gedeiht, ist die Herzenswärme. Jeder, der schon einmal dabei war, kann das bestätigen. Und das Geld, mit dem das Turnier finanziert wird, entspringt  der Dankbarkeit und nicht der Gier – der Dankbarkeit v. a. gegenüber dem Schach als Spiegel des Lebens und gegenüber der Fürsorge für unsere Mitmenschen.

Und der tiefere Sinn, warum die Deutsche Schach960-Stiftung gegründet wurde und das Turnier alljährlich durchführt, ist Bildung – Bildung nicht nur als Vermittlung von Wissen, sondern als Persönlichkeitsbildung im ganzheitlichen Sinn, damit die Angst in den uns nachfolgenden Generationen keine Chance mehr hat.

Ulrich Zenker

15.03.2020 schon die erste Reaktion auf mein Schreiben bzgl. der Coronakrise: Andrey Devyatkin aus Moskau, der schon im vergangenen Jahr in Bad Aibling mit dabei war, hat geschrieben und dankt für meine De-Hypnotisierung der Leute. Die Anzahl der vom Virus betroffenen stehe in keiner Relation zum Ausmaß an Angst und Hysterie, das von den Medien erzeugt werde.
Danke, Andrey !

16.03.2020 Und eine tolle Geste im gleichen Geist: die ATOSS AG, deren Aktien derzeit an den Börsen wie ein Spielball herauf- und heruntergeschossen werden, hat der Stiftung 3000 € gespendet !
Ein einzigartiger Akt von Dankbarkeit und Herzenswärme, der – gerade in dieser schwierigen Zeit – seinesgleichen sucht !

11.04.2020

Betr.: Corona-Virus

Liebe Schach960-Freunde !

Wir durchleben im Moment harte Zeiten; Zeiten, in denen tagtäglich unsere Gefühlswelt auf ihre Widerstandfähigkeit getestet wird. Auch mir geht es so, dass ich durch den Einfluss von Medien und Politik immer wieder „hinunter gezogen werde“, gleich einem Stück Holz, das sich in einem Wasserstrudel befindet und scheinbar unaufhaltsam, weil willenlos, ins Zentrum des Strudels gesaugt wird und dort von den Wassermassen verschlungen wird.
Und doch gelingt es mir – wenn ich mir die objektiven Faktoren der Epidemie in Deutschland vor Augen halte – immer wieder, einen klaren Blick auf die Sache zu bekommen, der mich letztlich wieder optimistisch in die Zukunft blicken lässt.
Die Epidemie ist mittlerweile in alle Bevölkerungsgruppen vorgedrungen. Auch Personen, die nicht wissentlich mit Infizierten Kontakt hatten oder aus Risikogebieten nach Deutschland eingereist sind, sind zu Überträgern des Virus geworden (siehe z. B. der Arzt von Bundeskanzlerin Dr. Merkel, der sicherlich nicht hustend oder frisch aus dem Skiurlaub in Tirol kommend die Kanzlerin empfangen hatte). Wir erleben daher den normalen Verlauf einer Epidemie, der durch die verordneten Ausgangsbeschränkungen wohl etwas verlangsamt ist, mehr aber nicht.
Das heißt aber auch, dass wir es akzeptieren müssen, dass es die Krankheit gibt und wir einige Jahre mit ihr werden leben müssen, bis wir gelernt haben, die Ursachen zu verstehen und zu vermeiden oder Medikamente gegen die Infektion entwickelt sind.

Nach und nach scheinen die Politiker aber zu erkennen, worauf es wirklich ankommt: nämlich die ältere Generation vorrangig zu schützen. Dabei war von Anfang an bekannt – schon in China war es so gewesen – dass fast nur alte Leute einen schweren oder tödlichen Verlauf der Krankheit erleiden. Das Durchschnittsalter der Verstorbenen in Deutschland beträgt 80 Jahre (!) – so war es schon zu Beginn der Krise, als es in Deutschland nur 100 Tote gab und jetzt (bei 2300 Toten) ist es immer noch so. Hätte man von Anfang an die älteren Menschen unter uns konsequent von den jüngeren getrennt, also für diese Gruppe eine Ausgangsperre verhängt mit Versorgung mit allem Nötigen nur bis zur Haustür, so hätte man mit Sicherheit erheblich weniger Todesfälle zu verzeichnen gehabt. Kontakte mit älteren Mitbürgern sollten daher auf das Nötigste reduziert werden.
(Dies ist übrigens ein „Anfängerfehler“, der in Italien und Spanien gemacht worden ist. Dort leben traditionsgemäß viele junge Leute noch mit Eltern und Großeltern zusammen. Trotz Ausgangssperre ist man natürlich noch oft zur Arbeit gegangen. Junge Leute infizieren sich still, bringen das Virus mit nach Hause und übertragen es auf die älteren Mitbewohner, die dann krank werden. Da bringt eine Ausgangssperre natürlich nichts.)

Die Infektionszahlen gehen definitiv zurück – auch wenn dies von offizieller Seite nach wie vor anders dargestellt wird und da eher nur von einer Verlangsamung des Anstiegs der Kranken geredet wird und uns das „dicke Ende“ noch bevorstehen werde. In München gab es in den letzten Tagen pro Tag nur zwischen 90 und 152 neue Infektionen; in der Woche davor waren es regelmäßig über 200 neue Fälle. Die Zahl der Geheilten stieg von unter 1000 auf aktuell 1920; somit ist der aktuelle Krankenstand (2271 Patienten) sogar niedriger als vor 1-2 Wochen. Von einer Verlangsamung eines Anstiegs kann also keine Rede sein. Bei uns im Landkreis Ebersberg ist es ähnlich. Seit 14 Tagen ist z. B. die Anzahl der in der Kreisklinik stationär behandelten Covid19-Erkrankten konstant bei 14-16 Patienten, davon 4-5 beatmete Patienten.

Die erwartete Eskalation der Epidemie blieb also bisher aus. Und ich bin sicher, dass, wenn das Virus z. B. nicht in viele Altenheime vordringt und dort für zahllose Tragödien sorgt, es auch so weitergehen wird. Dazu kommt, dass der Frühling in Deutschland angekommen ist und ich mir nicht vorstellen kann, dass bei einem solch angenehmen Wetter, wie es zur Zeit besteht, es zu vielen Neuinfektionen kommt.

Man wird sehen, wie die Regierung Ende April oder Mai entscheiden wird, in welchem Ausmaß Versammlungen von Menschen in Zukunft erlaubt sind. Natürlich müssen wir uns, was die Durchführung des Schach960-Festivals betrifft, an die Vorgaben halten. Ich hoffe aber weiter sehr, dass das Turnier stattfinden kann. Bitte meldet Euch an, denn es kann z. B. sein, dass nur eine begrenzte Zahl von Spielern zugelassen wird.

Seid also zuversichtlich, lasst Euch nicht verunsichern !

Ein frohes Osterfest !

Ulrich Zenker

29.04.2020: Liebe Schachfreunde,
ob das geplante Schach960-Festival im Juni stattfinden wird, wird die Stiftung spätestens am 15. Mai entscheiden. Leider sind die Regierungsbehörden bei der Lockerung der Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen sehr zögerlich. Vorrangig wird derzeit die Wirtschaft berücksichtigt; von Lockerungen im Bereich Freizeit / Soziales / Versammlungen wird fast nicht gesprochen.
Dennoch gibt es tagtäglich neue Erkenntnisse und Beurteilungen. Ich möchte daher die Hoffnung noch nicht aufgeben, dass das Schach960-Festival wie geplant doch noch stattfinden kann.
Ich darf Euch daher erneut bitten, Euch anzumelden – auch auf das Risiko hin, dass das Turnier abgesagt werden muss, weil keine Erlaubnis vorliegt. Denn wenn sich weniger als 30 Teilnehmer einschreiben, so macht es auch keinen Sinn, das Turnier zu starten. Die Einzahlung der Spende kann gerne auf die Zeit nach dem 15. Mai verschoben werden.
Ulrich Zenker